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In unserer Selbsthilfegruppe am 31. Juli 2010 tauchte kurz vor Schluss die wichtige Frage auf:

"Was haben wir eigentlich alle gemeinsam?"
"Was ist der Kern von Autimus?"


Wir alle kennen die Diagnose-Kritierien des ICD-10 oder DSM-IV für F 84.5., das Asperger-Syndrom:
Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf.

Besonders zu Anfang in der Selbsthilfegruppe geht es vielen so, dass sie sich fragen, was sie selbst mit den anderen gemeinsam haben - aber auch nach längerem Überlegen manchmal keine Gemeinsamkeiten finden können. Dennoch haben wir alle die Diagnose "Asperger-Syndrom".
Auch glauben viele Menschen, die uns helfen wollen, sofort zu wissen, wie wir sind, wenn sie von der Diagnose hören - aber oft liegen sie ziemlich daneben, weil autistische Menschen sehr unterschiedlich sein können.

Was ist aber jetzt das, was uns alle zu dieser Autismus-Diagnose geführt hat?
Was ist das, was wir Menschen im Autismus-Spektrum alle gemeinsam haben?


Auf den Vorschlag einer Teilnehmerin schrieb jede(r) von uns zunächst für sich selbst zu Hause auf, was er/sie als typisch für oder Kern des Autismus/Asperger-Syndroms ansieht. Bei unserem Treffen am 25. September 2010 teilten wir uns dann in Gruppen auf. Jede Gruppe verglich die Aufschriebe der einzelnen Teilnehmer miteinander und erstellte ein Schema, das dann am Ende allen vorgestellt wurde.

Das Ergebnis war, dass die Schemata große Ähnlichkeit miteinander hatten und dass wir sehr wohl viele Gemeinsamkeiten gefunden haben.

Die drei entstandenen Schemata hat einer unserer Teilnehmer zu Hause am Computer in ein einziges Schema gebracht (Anklicken, um größeres Bild zu sehen):